Ricardo Costa und David Peman analysieren, wie Metadaten den Buchverkauf in Lateinamerika ankurbeln können

Mit Daten, Erfahrung und kritischem Blick rückte die Podiumsdiskussion „Buchmarktdaten in Lateinamerika“ bei Contec 2025 einen ebenso technischen wie entscheidenden Aspekt in den Mittelpunkt: Verlagsmetadaten und ihre direkte Wirkung auf Verkauf und Vertrieb von Büchern.
Ricardo Costa, Direktor von MVB Lateinamerika, betonte, wie notwendig es ist, die Kataloginformationen zu professionalisieren: „Ein gutes Buch ohne korrekte Metadaten ist wie ein Produkt ohne Etikett. Auf dem digitalen Markt existiert, was man nicht suchen kann, schlicht nicht.“
David Peman aus Mexiko, Vertreter von Nielsen BookScan, hob den Nutzen von Marktdaten für strategische Entscheidungen hervor:

„Verkaufsanalysen dienen nicht nur dazu, die Vergangenheit zu messen, sondern auch dazu, Trends vorherzusehen, Auflagen anzupassen und das tatsächliche Verhalten der Leserinnen und Leser zu verstehen.“
Beide Experten waren sich einig, dass Verlage und Buchhandlungen, die Metadaten professionell pflegen, einen klaren Wettbewerbsvorteil haben – besonders, wenn sie ihren Katalog internationalisieren wollen.
Die Diskussion war zugleich ein Aufruf, entlang der gesamten Buchkette – von der Entstehung bis zum Verkauf – eine Kultur des Datenmanagements zu entwickeln und so eine langfristige strategische Vision für die chilenische Verlagsbranche auf dem Weg nach Frankfurt 2027 zu stärken.
Die gesamte Diskussion können Sie hier ansehen (auf Spanisch): https://www.youtube.com/watch?v=TkVqcbk3owY
